< Hauptseite

Vater unser

Erstellt am Sabbat 24.3.2018. Zuletzt aktualisiert: Sabbat 11.5.2019

 


Viele von uns kennen das Vater Unser, denn viele haben es schon als kleine Kinder von den Eltern gelernt.

 

Auswendig ... und genau das ist das Problem ...

... dass wir es deshalb „herunterleiern“ und uns gar keine Gedanken um die Bedeutung dieses Gebets machen, das uns unser Herr Jesus Christus  gelehrt hat.

 

Bemerkt habe ich das selbst, als ich das Gebet kurz nach der Zeit meiner Bekehrung, im Frühjahr 2016, einmal bewusst beten wollte. Irgendwie hat das nicht geklappt und ich konnte es nicht Satz für Satz aufsagen, sondern musste immer erst bis zum nächsten Satz von Vorne „leiern“, damit ich den nächstfolgenden Satz wusste. Das beschämte mich sehr.

Deshalb möchte ich hier das Vater Unser in der Kürze mit Bezug seiner Inhalte zu den Botschaften in Gottes Wort, der Bibel, erläutern.

 

Im Wortlaut nachzulesen ist das Gebet in Mt.6,5-15 sowie in Lk.11,1-4.

 

 

Warum ist es so wichtig zu beten?

Unzählige Menschen sind und waren seit Generationen eifrig dabei, die Weltprobleme – den Unfrieden, die Heuchelei, den Hass, usw. usw. – lösen zu wollen. Doch diese komplexen Probleme werden wir Menschen weder durch Diskussion, noch durch Handanlegen lösen können. Ohne unseren Herrn und Gott Jesus Christus und ohne seinen Heiligen Geist wären wir für immer verloren.

 

Und Jesus Christus, unser Herr hat uns gezeigt, wie das geht:

 

Lasset uns beten!

 

 

Vater unser im Himmel,
... schon der Auftakt des Gebets hat unermessliche Bedeutung, denn Gott, „Abba, unser Vater“ – der „Ich bin“, der Allmächtige, der die Liebe selbst ist, der Ewige, unser Schöpfer, unser Retter – ist der geniale Schöpfer des Universums (1.Mose1) und damit auch der Schöpfer alles Lebendigen (1.Mose2).

 

Die Himmel erzählen die Herrlichkeit Gottes und die Ausdehnung verkündet seiner Hände Werk. (Psalm19,1).

Wie genial unser Vater im Himmel ist, erkennt man schon, wenn man selbst in den Spiegel schaut, oder in die wunderschön geformte und mit Farbenpracht geschmückte Natur des Frühlings, oder wenn wir in die Vielfalt des Sternenhimmels sehen ...

 

1.        Geheiligt werde dein Name!
6491 mal offenbart sich Gott uns im Alten Testament mit seinem Namen in Form des Tetragramms (vier Konsonanten) „JeHoWáH“ – Du kannst es „JaHWéH“ aussprechen oder auch „JeHoWáH“ (Aussprache gemäß Elberfelder Unrevidierte ... klicke hier für weiteres zum Namen Gottes) –  und er ist selbst die Liebe, ohne jeden Fehler und stets gerecht, darum halte seinen Namen stets in Ehren! Eine sehr gut erzählte Geschichte über die Ehre seines Namens findest Du hier auf dieser sehr empfehlenswerten Facebook-Seite.

Lies Weiteres in der Bibel zu diesem Vers: 2.Mose20,7, 5.Mose6 und Mt.22,37

2.        Dein Reich (der Liebe und des Friedens) komme!
Offb.22,17:
Und der Geist und die Braut sagen: Komm! Und wer es hört, spreche: Komm! Und wen dürstet, der komme! Wer da will, nehme das Wasser des Lebens umsonst!

Dass sein Reich komme, ist unser sehnlichster Wunsch, denn mit seinem Zweiten Kommen wird Jesus Christus das Böse wegsperren und wir lernen dann in seinem tausendjährigen Reich umfassend von ihm, was göttliche Liebe heißt, und was Wahrheit heißt. Wenn sein Reich kommt, dann kommt auch der göttliche Friede zu uns, der ein anderer Friede ist, als der weltliche, den wir kennen.

3.        Dein Wille (=Liebe) geschehe wie im Himmel, so auch auf Erden!
Und nicht der Wille satans, des Unfriedens, Krieg, Parteiungen, Neid, Habsucht und Streit. Auch nicht mein Wille. Bislang geschieht zwar der Wille JeHoWáHs im Himmel, aber unter den Menschen nur im Umkreis seiner Nachfolger auch auf Erden. Was heißt das nun? Es heißt, seine Gebote zu halten, nicht aus dem Willen gerecht sein zu wollen, sondern als Ausdruck unserer Liebe zu ihm. Genauso wie Kinder, die ihre Eltern lieben, deren Anweisungen befolgen.

Warum wirkt sein Wille nur im Kreis seiner Nachfolger?
Weil er weiß, dass Liebe nur dort wachsen kann, wo Freiheit des Gewissens herrscht. So gibt es auch Menschen, die nicht nach Gottes Willen leben.

Dennoch ist JeHoWáH allmächtig, dass alles nach seinem genialen Plan verlaufen wird, selbst wenn es viele „ausgebüchste“ Individuen gibt. Darum ist es unser großer Wunsch, dass sein Wille, wie bereits im Himmel, bald überall, auch durch jeden Menschen auf Erden geschehe.

Umfassende Wirklichkeit für uns wird dies erst nach seinem zweiten Kommen, wenn er der König der gesamten Welt sein wird (Offb.20,1-3).

4.        Unser tägliches Brot gib uns heute ...
... damit wir zufrieden sind und frei von Neid, Eifersucht und Gier. Sacharja 10,1 und Mt.5,45:

JeHoWáH sorgt liebevoll für uns. Nicht nur für seine Nachfolger, sondern für alle auf Erden: für Gerechte und für Ungerechte lässt er es regnen. Über das leibliche Bedürfnis hinaus meint dieser Satz aber auch, dass er uns mit unserer täglichen Portion seines Wortes, der Bibel, geistlich versorgen soll, denn es steht geschrieben:

Lk.4,4:  Und Jesus antwortete und sprach zu ihm: Es steht geschrieben: "Der Mensch lebt nicht allein vom Brot, sondern von einem jeglichen Wort Gottes."

5.        Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unsern Schuldigern!
Sprechen wir miteinander und lasst uns verzeihen alle Untaten statt uns zu beschimpfen und zu bekriegen!

Er sagt uns ja auch:
Vergeltet nicht Böses mit Bösem, sondern strebt allezeit nach dem Guten! (Röm.12,17 / 1.Thess.5,15 / 1.Petrus 3,9)

Denn mit dem Beschimpfen, Bekriegen und vor Gericht ziehen wird alles nur noch schlimmer!

Weitere Bibelstellen zur Vergebung:
Mt.6,15 / Mt.18,35 / Mk.11,25 / Joh.20,23 / 2.Kor.2,10 und Eph.4,32 und Kol.3,13

6.        Führe uns nicht in Versuchung,
Hier haben manche Christen ein Problem – sogar der Papst zweifelte noch vor wenigen Jahren daran – und meinen, die Übersetzung müsse heißen „Bewahre uns vor der Versuchung“: Gott würde doch niemals irgend jemand in Versuchung führen!

Oh doch, denn er führte sogar seinen Sohn Jesus Christus in die Hände des Teufels ... siehe
Mt.4,1:  „Danach wurde Jesus vom Geist Gottes in die Wüste geführt, weil er dort vom Teufel versucht werden sollte.“ ...

Das ist hart! Was heißt das für uns? Wir müssen sehr wachsam sein gegenüber allen Prüfungen, denen wir im Leben begegnen werden, denn:

1.Petrus5,8: „Seid wachsam und nüchtern! Euer Feind, der Teufel, schleicht um die Herde wie ein hungriger Löwe. Er wartet nur darauf, dass er jemand von euch verschlingen kann.“ 

Wenn wir in der Wachsamkeit die Versuchung erkennen, ist es äußerst ratsam, standhaft zu bleiben. Wie können wir das schaffen? Indem wir unseren Vater im Himmel „einschalten“:

Denn er weiß die Gottseligen aus der Versuchung zu retten (2.Petrus1,6).

Sein Wort ist unser Schwert, unsere Waffenrüstung (Eph.6,11) gegen den Verführer.

Der Verführer selbst ist ausschließlich der satan. Der Vater im Himmel führt uns ihm nur vor, um unsere Wachsamkeit zu prüfen. Wohl aber wird der Vater jedem helfen (Mt.7,8) bzw. auf den rechten Weg führen, der in Versuchung geraten ist, dies bemerkt und ihn um Hilfe anruft. Rufe ihn an! Er ist immer an der Leitung! (Psalm 50,15)

In Offb.3,10 finden wir dafür auch einen Hinweis, dass er diejenigen vor der großen Versuchung bewahren wird, die stets geduldig und standhaft zu ihm gehalten haben.

7.        Sondern erlöse uns von dem Bösen!
Denn es ist der satan, der uns gegeneinander aufhetzt. Er wird einst von Jesus Christus in den ewigen Feuersee – die Hölle – geworfen: Offb.20,10.

Aber es ist nicht der satan, der den Schlüssel zur Hölle hat, sondern JeHoWáH unser Vater im Himmel: Offb.1,17-18

Und es ist nicht lustig dort, weil dort angeblich etwa abgefahrene Persönlichkeiten sind wie Hitler, Stalin, Mao-tse-tung und viele weitere ... denn dort ist ewiges, verzehrendes Feuer.

 

Denn Dein ist das Reich  ...  der Liebe und des Friedens

und die Kraft   ... den satan zu überwinden
und die Herrlichkeit   ... Herrlichkeit hat übrigens nichts mit Patriarchat oder Männerwahn zu tun, sondern mit dem Göttlichen, mit der Eigenart unseres Herrn Jesus Christus.

 

in Ewigkeit.

Amen!

 

 

Auch hier erkennen wir wieder:

Unser Gott JeHoWáH hat die Zahl 7 als das Sinnbild der Vollkommenheit (siehe auch die Dauer einer Woche in Tagen) auch hier verortet. Es sind sieben Anrufe zu JeHoWáH im „Vater Unser“ enthalten.

 

 

Anmerkungen bitte senden an: Sonja B. Neidhardt