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Tšten oder morden?

Erstellt am: Sa.08.04.2017.  Zuletzt aktualisiert: Sa.25.5.2019

Beschreibung: ildergebnis fŸr unterschied tšten morden

 

Zur Einleitung zwei bekannte HergŠnge einer Tat:

1.        Wenn mich jemand mit einer Waffe in der Hand ŸberfŠllt und ich schneller reagiere und es schaffe ihn zu erschie§en, dann habe ich ihn nicht ermordet sondern getštet und zwar in Notwehr. Ohne SŸnde?

2.        Gehe ich aber mit einer Waffe in der Hand zu meinem Nachbarn und erschie§e ihn, z.B. weil er zu mir gemein war, dann ist das Mord. Ist das SŸnde?

Eine Analyse

In vielen BibelŸbersetzungen steht das sechst Gebot wie folgt Ÿbersetzt:

"Du sollst nicht tšten!". (2.Mose20,13 Elberfelder und Schlachter 2000)

 

Richtig Ÿbersetzt aber lautet das sechste Gebot:

"Du sollst nicht morden!". (2.Mose20,13)

 

Hinweis:

WŸrde es lauten ãDu sollst nicht tštenÒ, dann wŸrde Gott selbst gegen sein eigenes Gebot versto§en, denn an vielen Stellen in der Bibel ist belegbar, dass Gott durchaus Menschen getštet hat, oder Israel beauftragte, andere Všlker auszulšschen.

Das sechste Gebot hei§t ja "Du wirst nicht morden". So hat JHWH auch gegen das sechste Gebot nicht versto§en, wie viele meinen. Hierzu ist es erforderlich, zu verstehen, was Morden ist:

Morden ist die gezielte, kaltblŸtige Tštung eines lebendigen Menschen, um dadurch einen geldwerten oder machtgemŠ§en Vorteil zu erhalten, also mit von Gott verbotenen, selbstsŸchtigen Hintergedanken. Somit mordet auch ein Soldat und er tštet nicht nur, sondern er mordet, auch wenn es nur im Auftrag ist, aber er tut es.

Ist Tšten in Notwehr verboten?

Ršm 12,17 Vergeltet niemand Bšses mit Bšsem; seid bedacht auf das, was ehrbar ist vor allen Menschen!

1Thess 5,15 Seht zu, dass niemand einem anderen Bšses mit Bšsem vergelte, sondern strebt allezeit dem Guten nach gegeneinander und gegen alle!

1Petr 3,9 und vergeltet nicht Bšses mit Bšsem oder Scheltwort mit Scheltwort, sondern im Gegenteil segnet, weil ihr dazu berufen worden seid, dass ihr Segen erbt!

GemŠ§ diesen Bibelstellen sollen wir zumindest nicht Bšses mit Bšsem vergelten. Jemanden also leichtfertig aus Rache zu tšten (ermorden) wŠre durchaus SŸnde, da wir nicht Bšses mit Bšsem vergelten sollen. Das Tšten in Notwehr oder im Affekt aber steht nicht unter Strafe bei Gott, denn das ist ja kein Mord (geplante oder Ÿberlegte Tštung).

Trotz allem sollten wir selbstverstŠndlich – wann immer mšglich – uns hŸten, jemanden zu tšten, auch wenn er uns bedroht. Wir kšnnen ja dem Anderen nicht ins Herz schauen. Wir kšnnen deshalb auch niemals mit absoluter Sicherheit die wahren BeweggrŸnde eines Mitmenschen wissen. Deshalb ist uns geboten, den Feind zu lieben und nach Mšglichkeit sein Leben zu erhalten, denn nur die Liebe erhŠlt das Leben und lŠsst damit auch dem Feind noch Zeit, eventuell zu Jesus Christus, zu "JehoSHUA" zu finden.

Israels Kriege im AT

Wenn Israel im ersten Testament (AT) das Land mit Kriegen erobert hat, dann hat es im direkten Auftrag Gottes gehandelt, denn er weilte ja direkt unter ihnen und gab Moses und Josua direkte Anweisungen.

Wenn also Gott ein Volk direkt anweisen sollte, zu tšten, so darf es dies tun, sonst aber niemals, denn kein Mensch kann ohne die Hilfe Gottes in die Herzen der Anderen schauen und erkennen, ob die Tštung gerechtfertigt ist. Das kann nur Gott. Er sieht, ob jemand geistlich schon endgŸltig tot ist oder noch lebendig. Ist die Person endgŸltig geistlich tot, so ist das Tšten der Person aus Sicht Gottes kein Verlust, da die Person niemals zu ihm kommen wird. Deshalb sagte Jesus auch ã... lasst die Toten ihre Toten begraben!Ò (Lk.9:60, Mt.8:22).

Warum darf Gott tšten?

Betrachte es mal so: Wenn ein Israelit auf Gottes Anweisung einen Bewohner Kanaans tštete, so tšteten sie aus der Sicht Gottes geistlich bereits endgŸltig Tote, die nicht mehr zu retten waren. Sie hŠtten niemals Gemeinschaft mit Gott gehabt oder sich zu Gott bekehrt. Das wusste Gott und gab den Israeliten deshalb diese Anweisungen, alle Menschen in den betroffenen Gebieten, die Gott ihnen nannte, zu tšten (siehe insbesondere die Berichte im Buch Josua).

Ein Mensch aber, der einen Anderen aus eigener Entscheidung tštet, tštet ggfs. tatsŠchlich endgŸltig, denn wenn der Getštete zu seinen Lebzeiten noch keine Bu§e tat und sich noch nicht zu Gott bekehrt hat, so bleibt er fŸr immer geistlich tot und ist verloren! Wir sehen also, dass wenn Gott tštet, dann tštet er zwar Fleisch, aber niemals in geistlicher Hinsicht.

Tšten, angeblich im Auftrag Gottes?

Wenn jetzt ein Volk auf die Idee kŠme, wie damals die Kreuzritter oder die Islamisten zu behaupten, Gott hŠtte ihnen befohlen in den Krieg gegen AndersglŠubige zu ziehen, so hilft dies dem Volk gar nichts. Sie werden von Gott die Quittung bekommen fŸr ihre LŸge. Wenn nicht hier auf Erden, so vor seinem Gericht. Es sei denn, sie tun noch vor ihrem Tode Bu§e und bekehren sich zu ihm.

Fazit:

Das sechste Gebot lautet ãDu wirst nicht mordenÒ und nicht ãDu wirst nicht tštenÒ. Das ist ein feiner aber wichtiger Unterschied.

Wenn man nŠmlich jemand aus Affekt tšten wŸrde oder fahrlŠssig tšten wŸrde, dann hŠtte man bereits gesŸndigt, wenn es lauten wŸrde ãDu sollst nicht tštenÒ. Gott meint aber ãMordenÒ (geplantes Tšten) wie wir oben nun verstanden haben ...

Ausschlie§lich mit dem direkten Auftrag von Gott durften zur Zeit Gottes persšnlicher Anwesenheit sogar die Israeliten andere Menschen tšten, allerdings stellte Gott zuvor sicher, dass davon nur bereits ãgeistlich ToteÒ betroffen waren:

Siehe die Všlker, die in Kanaan waren und mit Gottes Hilfe ausgerottet wurden É leider haben die Israeliten damals Gottes Befehl nicht zu 100% Folge geleistet, wie berichtet wird, denn sie hatten Mitleid, die durch und durch sŸndigen Všlker ganz auszurotten, deshalb hat Israel und die ganze Welt auch heute noch arge Probleme mit den Všlkern der gottesfernen Gesinnung É

Das sechste Gebot soll auch bewirken, dass ein Christ nicht in den Krieg an der Waffe zieht, sondern immer in friedlicher Mission unterwegs ist, das Salz und das Licht in der finsteren geistlichen Welt zu sein.

 

Gelobt sei JehoSHUA!

In Ewigkeit.

Amen!

 

Anmerkungen bitte senden an: Sonja B. Neidhardt