zuletzt aktualisiert am: Sabbat 3.2.2018

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Kopfbedeckung und Hierarchie

 

Der 1. Korintherbrief von Paulus, Kapitel 11 gibt vielen Christen, vor allem modernen Frauen RŠtsel auf, da hier von ãHauptÒ und ãKopfbedeckungÒ und von wie es scheint archaischen Rollen von MŠnnern und Frauen die Rede ist, in einer Art und Weise, wie dies nicht zu unserer emanzipierten Welt passt ...

Dies mšchte ich in diesem Artikel aus meiner aktuellen Erkenntnis erlŠutern. Vielleicht hilft es auch Dir, einen besseren Zugang zu dem Text zu haben.

Textanalyse

Lass uns Textabschnitt fŸr Textabschnitt im Neuen Testament betrachten, was Paulus schrieb und seine Bedeutung herausarbeiten (1.Korinther11):

3 Ich will aber, dass ihr wisst, dass der Christus das Haupt eines jeden Mannes ist, das Haupt der Frau aber der Mann, des Christus Haupt aber Gott.

Hieraus folgt eine klare Hierarchie:

Gott > Christus > {Menschheit > {Familien > {Ehemann > Ehefrau > Kinder} } } > Rest der Schšpfung}

4 Jeder Mann, der betet oder weissagt und dabei etwas auf dem Haupt hat, entehrt sein Haupt.

Ein Mann soll nichts ãauf dem HauptÒ (oder Ÿber sich) haben, wenn er betet oder weissagt.

Dies bedeutet, dass niemand irdisches Ÿber ihm stehen soll, auch nicht seine Ehefrau, wenn er dies tut, denn sonst wŠre seine Aussage nichtig. Nur Jesus Christus darf gemŠ§ der Schrift Ÿber dem Mann stehen.

Die Aussage bezieht sich also nicht auf einen Hut oder eine Kopfbedeckung, sondern darauf, von welcher Macht der Mann beim Beten und Weissagen geleitet wird.

 

5 Jede Frau aber, die mit unverhŸlltem Haupt betet oder weissagt, entehrt ihr Haupt; denn sie ist ein und dasselbe wie die Geschorene.

Eine Frau soll also beim Beten oder Weissagen ãverhŸlltÒ oder ãbedecktÒ sein.

Auch hier bezieht sich die Aussage darauf, von welcher Macht die Frau in ihren TŠtigkeiten geleitet wird. Jede in der Versammlung anwesende Frau soll also durch ihren eigenen Mann ãverhŸlltÒ oder ãgedecktÒ sein, wenn sie betet oder wenn sie weissagt. Sie soll also nichts beten oder weissagen, was dem Willen ihres Mannes widerspricht, der aber auch widerum nichts anderes tun soll, als Jesus Christus von ihm erwartet, dem er unterstellt ist. 

 

6 Denn wenn eine Frau sich nicht verhŸllt, so werde ihr auch das Haar abgeschnitten; wenn es aber fŸr eine Frau schŠndlich ist, dass ihr das Haar abgeschnitten oder geschoren wird, so soll sie sich verhŸllen.

Dieser Absatz zielt auf eine Frau, die sich der Harmonie mit ihrem sie liebenden Mann widersetzt, also rebelliert. Mit geschorenem Haupt soll sie in sich gehen und erkennen, dass es falsch war, sich der gšttlichen Ordnung zu widersetzen.

Obiger Vers geht letzten Endes darauf hinaus, dass Gott fordert, dass jede Frau sich einem Mann anschlie§t, sodass sie durch ihn vor schlechten EinflŸssen geschŸtzt ist; rufen wir uns hierzu in Erinnerung, dass Eva von der Schlange verfŸhrt wurde, als ihr Mann Adam (ihre ãKopfbedeckungÒ) nicht anwesend war.

Meinen Erfahrungen zufolge ist es sogar immens wichtig, dass eine Frau entweder einen Ehemann hat oder durch die €ltesten der Gemeinde vor fremden EinflŸssen geschŸtzt wird. Durch die SensibilitŠt von uns Frauen sind wir von fremden und dŠmonischen KrŠften leichter als MŠnner beeinflussbar. Ich merke dies auch in meinem nŠheren Umfeld, wo ich in den vergangenen Jahren beobachtet habe, dass geschiedene, verwitwete und sogar junge, Ÿber lŠngere Zeit ledige Frauen in dŠmonische SphŠren abgeglitten sind. Das Šu§erte sich z.B. dadurch, dass sie von Kontakt zu Toten und Geistern oder angeblichen Engeln berichten, wŠhrend sie selbst sich fremden, satanischen Lehren wie Buddhismus, Schamanismus, Yoga u.v.m. immer stŠrker zuwendeten.

 

7 Denn der Mann freilich soll sich das Haupt nicht verhŸllen, da er Gottes Bild und Abglanz ist; die Frau aber ist des Mannes Abglanz.

Der Mann ist Jesus Christus untergeordnet.

 

8 Denn der Mann ist nicht von der Frau, sondern die Frau vom Mann;

Die Ehefrau ist dem Mann untergeordnet. Der Blick ist stets von der Hierarchie von oben nach unten gerichtet: Deshalb sieht Gott auf Jesus, Jesus sieht auf den Mann und MŠnner haben gerne ein Auge auf ihre Frauen.

 

9 denn der Mann wurde auch nicht um der Frau willen geschaffen, sondern die Frau um des Mannes willen.

Die Ehefrau soll sich ihrem Mann unterordnen bzw. immer in Einklang mit ihm handeln. Idealerweise ŸberlŠsst sie ihm das Feld und unterstŸtzt ihn nach Mšglichkeiten liebevoll. Umgekehrt dŸrfen auch seine Handlungen nicht gegen sie gerichtet sein, sondern sollen stets die volle Liebe zu ihr ausdrŸcken.

Genau so wie Gott Vater und Gott Sohn immer ãeinsÒ sind, also immer in Einklang handeln und sprechen und niemals im Zwiespalt. Das ist das Grundprinzip des friedlichen Lebens und der Keim einer friedlichen, heiligen Familie.

 

10 Darum soll die Frau eine Macht auf dem Haupt haben um der Engel willen.

Hier spricht Paulus deutlich an, was – wie oben bereits festgestellt – mit dem ãVerhŸllenÒ gemeint ist:
Die Macht auf dem Haupt.

Die Macht auf dem Haupt der Ehefrau ist ihr Mann. Durch ihn (soweit er sie von ganzem Herzen liebt, wie es das gšttliche Gesetz erwartet) soll sie von fremden MŠchten und auch von schlechten geistlichen EinflŸssen geschŸtzt werden. Das ist seine Aufgabe!

 

Geistliche Bedeutung der VerhŸllung

In der Schrift ist bei der Rede von einer Frau aber auch stets im geistlichen Sinne die Gemeinde selbst angesprochen. Das bedeutet wiederum, dass die Gemeinde wŠhrend der Anbetung geschŸtzt sein soll von fremden MŠchten, um ungestšrt und ins Gebet vertieft Kontakt mit Gott haben zu kšnnen. Die Gemeinde-€ltesten sind nach der Schrift dann hier die ãMŠnnerÒ und diejenigen, die im Falle von Stšrungen ihren Kopf hinhalten sollen (ihr Kopf ist irdisch ãunbedecktÒ, aber von Jesus Christus gedeckt).

Konkordanzsoftware zur Analyse des Wortes ãHauptÒ

In der Konkordanzsoftware ãStep BibleÒ erfahren wir nŠheres zu den in der Bibel verwendeten Begriffen, das uns helfen kann, die Aussage des Sachverhalts besser zu verstehen (nur in englisch verfŸgbar): Hier ist deutlich erkennbar, dass die VerhŸllung / der ãKopf Ÿber der FrauÒ ergŠnzend verstanden werden kann als ihr Mann. In dem †bersetzungsfenster ist sogar bezŸglich ãHeadÒ die Bedeutung ãChiefÒ, also ãChefÒ bzw. BeschŸtzer deutlich erkennbar.

 

11 Dennoch ist im Herrn weder die Frau ohne den Mann, noch der Mann ohne die Frau.

Beide, Mann und Frau, sind in ihrer Ehe auf Gedeih und Verderb aufeinander angewiesen.

 

12 Denn wie die Frau vom Mann ist, so ist auch der Mann durch die Frau; alles aber von Gott.

Beide, Mann und Frau, sind Gott untergeordnet.

 

13 Urteilt bei euch selbst: Ist es anstŠndig, dass eine Frau unverhŸllt zu Gott betet?

Siehe wieder die Anmerkungen zu Vers 5 oben. Es ist keine SŸnde, wenn eine Frau kein Kopftuch beim Beten trŠgt. Wie weiter oben im Ÿbertragenen Sinne, soll sie zumindest durch ihren Mann ãverhŸlltÒ, also gedeckelt oder geschŸtzt sein.

 

14 Und lehrt euch nicht selbst die Natur, dass, wenn ein Mann langes Haar hat, es eine Schande fŸr ihn ist,

... also dass wenn ein Mann durch langes Haar sein Haupt verhŸllt, es Schande ist ... nicht nur ein kultureller Exkurs von Paulus, sondern sicher auch eine Forderung Gottes, damit Mann und Frau klar voneinander unterscheidbar sind.

 

15 wenn aber eine Frau langes Haar hat, es eine Ehre fŸr sie ist? Denn das Haar ist ihr anstatt eines Schleiers gegeben.

Also das Haar der Frau ist ihre Ehre und auch ihr Schleier, der sie in der Versammlung vor fremden Blicken schŸtzen kann. Zumindest diesen natŸrlichen Schleier soll sie beim Beten verwenden, um sich wŠhrend der heiligen Versammlung – vor lŸsternen Blicken oder anderen schlechten EinflŸssen – zu verhŸllen. Dazu reicht es schon, sich beim Beten nach vorne zu beugen, wenn Frau langes Haar hat ... Wenn das Haar nicht ausreicht, z.B. krankheitsbedingt, so kšnnte ein hŸbsches Tuch eine gute Mšglichkeit dazu sein. Ein Hut jedoch reicht zum VerhŸllen i.A. nicht aus.

 

16 Wenn es aber jemand fŸr gut hŠlt, streitsŸchtig zu sein, so soll er wissen: wir haben eine derartige Gewohnheit nicht, auch nicht die Gemeinden Gottes.

Hier mšchte Paulus wohl darauf hinweisen, dass es nicht angebracht ist, hierŸber zu streiten ... vielmehr soll dies ohne Diskussion akzeptiert werden.

 

Schweigen in der Versammlung

Mit Bezug zur Hierarchie schreibt Paulus zusŠtzlich in 1.Korinther14,34, dass die Frau in der Gemeinde schweigen soll. Wenn also eine (verheiratete) Frau mit ihrem Mann in der Gemeindeversammlung ist, dann ist ihre "Kopfbedeckung" – also ihr ãChefÒ – nebst ihrem Haar oder ihrem Tuch ihr Mann und er – nicht sie – soll ggfs. sprechen oder weissagen, damit kein Zwist zwischen ihr und ihm entsteht. Sie soll es mittragen, was er tut und ihm dabei eine ihn liebende Hilfe sein, denn Gott hat die Frau dem Mann als eine Hilfe geschaffen. Umgekehrt soll er sie von ganzem Herzen lieben und daher nichts aussprechen, was ihr missfallen kšnnte.

Weiterhin verdeutlicht obiger Text, dass eine verheiratete Frau in der heiligen Versammlung nicht ohne ihren Ehemann (also ohne ihre ãKopfbedeckungÒ) anwesend sein soll – sei es zum Beten oder zum Weissagen.  Sie kšnnte sonst Angriffen – weltlichen, geistlichen, ... welchen auch immer – ausgesetzt sein, vor denen er sie nicht schŸtzen kann.

Die "Kopfbedeckung" des Mannes ist Jesus Christus. Daher wird von ihm erwartet, dass er das Wort Gottes studiert und die Liebe Gottes in seine Ehe einflie§en lŠsst, wodurch er seine Frau von ganzem Herzen liebt, achtet und fšrdert.

Hat eine Frau die Einwilligung der Gemeinde-€ltesten und ihres Mannes, vor der Gemeinde zu sprechen oder ist sie eine erwachsene Jungfrau, eine Geschiedene oder Witwe, kann sie sehr wohl auch in der Versammlung reden, da sie frei von ãirdischem HauptÒ ist, Šquivalent zu den MŠnnern in der Gemeinde. Mit Mann und Frau ist hier in PaulusÕ Text also immer von Ehemann und Ehefrau die Rede, nicht von einer Hierarchie von MŠnnern Ÿber Frauen im Allgemeinen.

GrundsŠtzlich soll also eine verheiratete Frau in der Gemeinde nicht das Wort ergreifen, wenn ihr Mann anwesend ist. Zumindest soll sie keine Worte sprechen, die nicht mit ihm oder dem Versammlungsleiter abgestimmt sind. Zu gro§ ist die Gefahr des Unfriedens.

Wir sehen also:

Eine VerhŸllung des Kopfes der Frau ist beim Beten und Weissagen in der Versammlung durchaus eine gute Idee. Vom HERRN als Gesetz ist die VerhŸllung nicht gegeben, sonst wŸrde dazu etwas in den ersten fŸnf BŸchern Mose oder in einem der Evangelien stehen (Zwei-Zeugen-Regel). Somit ist es auch keine SŸnde, dies nicht buchstŠblich zu befolgen.

Mit der Emanzipation haben wir trotz aller geglaubter Vorteile einen gefŠhrlichen Pfad beschritten, der sicher schon in vielen Situationen Unfrieden gesŠt hat. Wir kšnnen nicht wegdiskutieren, dass sich ein Mann erniedrigt fŸhlt, wenn seine Frau Ÿber ihn gebietet, insbesondere im Beisein Anderer. Auch wenn sich eine Frau wie ein Mann aufspielt und / oder rebellisch kurze Haare trŠgt, so fŸhrt dies auch heute noch vielerorts zu Aufruhr, Diskussion und Getuschel. Derartige Situationen oder GefŸhle aber haben in der heiligen Versammlung keinen Platz, wie ein Nachfolger und eine Nachfolgerin Christi leicht nachvollziehen kann. Gott schuf uns Menschen als Mann und Frau. Das sollten wir und kšnnen wir doch leicht akzeptieren, oder?

 

Fazit

Mit der Kopfbedeckung ist in erster Linie kein Textil gemeint, sondern zuerst die Hierarchie der gšttlichen Liebe

Gott Vater > Gott Sohn > Mann > Frau

 

Somit ist das Haupt der (Ehe-) Frau ihr Mann und dessen Haupt Jesus Christus.

Bei PaulusÕ Diskurs Ÿber das Verhalten von Frauen in der Gemeinde geht es offensichtlich um Ehefrauen und ihre MŠnner und nicht um das Verhalten von Frauen im Allgemeinen in Bezug auf MŠnner.

 

Was aber dennoch relevant sein kšnnte an PaulusÕ persšnlicher Aufforderung, dass Frauen ihren Kopf mit TŸchern bedecken sollen, hŠngt wohl damit zusammen, dass die Gemeinde von der er hier schreibt, eine sehr sŸndige Gemeinde war:

Korinth war eine sehr sŸndige Stadt mit Lustknaben (verschleiert wie Frauen) und Prostituierten (offenes Haar/ MŠnnerkleidung) im Zusammenhang mit der griechischen Kultur und des dortigen Diana-Tempels. Die Schrift ist somit klar eine Predigt gegen diese Verstš§e gegen Gottes heilige Ordnung. Somit kann die Befolgung seiner Anordnung fŸr einen besseren Erhalt dieser Ordnung sorgen.

 

Ein wichtiger Hinweis ist hier, dass die ãZwei-Zeugen-RegelÒ der Bibel (5.Mose19,15) hier nicht gegeben ist: da diese Hinweise nur an dieser Stelle in der Bibel und nur von Paulus geŠu§ert wurden, nicht aber in der Thora (fŸnf BŸcher Mose) kann davon ausgegangen werden, dass es sich nicht um SŸnde handelt, wenn PaulusÕ Anweisung an die Frauen, sich den Kopf beim Beten oder Weissagen zu verhŸllen nicht buchstŠblich Folge geleistet wird.

 

Hier ein Video, das mir sehr geholfen hat, das zu verstehen:

 

Hier ein weiteres Video zum Thema: Dauer ca. 25 min.

 

Gelobt sei JehoSHUA (Jesus Christus)!

In Ewigkeit.

Amen!

 

Anmerkungen bitte senden an: Sonja B. Neidhardt